Suffizienz – was ist das?

um zufrieden zu sein bedarf es oft wenig ...

Sie gelten als die drei Bestandteile einer jeden Nachhaltigkeitsstrategie: Effizienz, Konsistenz und Suffizienz. Doch insbesondere unter dem letzten Begriff können sich nur wenige etwas vorstellen. Wir klären auf.

Hinter dem Begriff "Effizienz" verbergen sich meist technische Lösungen: Eine neue Technik hilft, mit deutlich weniger Aufwand viel mehr Leistung zu erbringen. Der Nutzen soll dabei mindestens gleich bleiben. Ein klassisches Beispiel: die LED-Lampe. Oder Mikro-Speicherchips. Oder der neue Kühlschrank – er ist größer, braucht aber nicht mehr Energie als der alte. "Konsistenz" dagegen meint den Wechsel zu anderen Energieformen – wie Sonne und Wind.

"Suffizienz" heißt, Material und Energie zu sparen

"Suffizienz" steht demgegenüber für Begrenzen und ein "Weniger". Es zielt im Bewusstsein der begrenzten natürlichen Ressourcen, des Klimawandels und drohenden Artenverlusts darauf, absolut Energie und Material zu sparen. Oft wird dabei jedoch an den Lebensstil jedes und jeder Einzelnen appelliert. Wir bekommen Energiespartipps und Hinweise, das persönliche Verhalten zu ändern, etwa die Waschmaschine voll zu beladen und nur bei 40 Grad zu waschen, die Raumtemperatur zu senken,  einen Winterkühlschrank auf dem Fensterbrett einzurichten.

Und während Heizungen, Beleuchtung, Dämmung und Hausgeräte immer effizienter werden – und die (Energie-)Effizienz mehr und mehr Bestandteil jeder Zukunftsstrategie in Politik und Unternehmen, in Stadtwerken und Kommunen wird, bleibt "Suffizienz" für Viele dennoch suspekt. Zu sehr wird das Konzept mit persönlichem Verzicht gleichgesetzt – und die Politik bleibt dabei, sie könne der Bevölkerung ihren Lebensstil nicht vorschreiben.

Gut leben statt viel haben - ein schönes Lebensmotto
Doch die Mehrheit von uns Deutschen hat viel und mehr als genug. Damit unser Hunger nach Rohstoffen und Fläche und Energie kleiner werden kann, muss die neue Bundesregierung die Suffizienz zu einem neuen Leitmotiv ihrer Politik erklären. Wie und warum, lesen Sie im BUNDmagazin, Ausgabe 4/2017.

Fragen und Antworten zum Thema Suffizienz: https://www.bund.net/ressourcen-technik/suffizienz/suffizienz-was-ist-das/

 

Publikationen:

Gutes Leben für alle! Eine Einführung in die Suffizienz

Mehr Lebensqualität – Weniger Ressourcenverbrauch: Argumente für Suffizienz

Perspektive 2030: Suffizienz in der Praxis

Nachhaltige Entwicklung – generationengerecht und umweltfreundlich

Die natürlichen Ressourcen und die Aufnahmekapazität der Erde für Schadstoffe sind begrenzt. Eine "nachhaltige Entwicklung" zielt darauf ab, verantwortungsbewusst mit den endlichen Ressourcen umzugehen, damit heutige und künftige Generationen weltweit ein Leben in Würde – entsprechend ihrer Bedürfnisse – führen können. Kernelemente sind dabei die weltweite Bekämpfung der Armut und die Anerkennung der ökologischen Grenzen des Wirtschaftens. Der BUND setzt sich für eine ökologisch und sozial nachhaltige Entwicklung ein.

Bislang wird die Verantwortung für einen Lebensstil, der weniger Ressourcen verbraucht, noch viel zu oft als eine rein persönliche Entscheidung angesehen. Doch die Politik ist gefragt, den Rahmen für nachhaltige Lebensstile zu setzen, damit unser Zukunftsbild Realität werden kann: Eine intakte Umwelt, die Bewahrung der biologischen Vielfalt, wenig Ressourcenverbrauch und eine hohe Lebensqualität für die Menschen.

Das erreichen wir über eine naturverträgliche Energieversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien, nachhaltige Mobilität, ökologische Landwirtschaft auf ganzer Fläche und internationale Gerechtigkeit im wirtschaftlichen Handeln.

Einen ersten Schritt in die richtige Richtung könnte die Politik schon heute gehen, indem sie die jährlichen umweltschädlichen Subventionen in Höhe von 57 Milliarden Euro abbaut und die deutschen Nachhaltigkeitsziele für 2030 deutlich schärft. 

mehr zur Nachhaltigkeit ... https://www.bund.net/ueber-uns/nachhaltigkeit/

Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit 2018

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) ruft Privatpersonen, Vereine, (Hoch-)Schulen, Kommunen, Kirchen, Unternehmen und weitere Gruppen dazu auf, sich an den siebten Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit (DAN) zu beteiligen. Diese finden vom 30. Mai bis 5. Juni 2018 in ganz Deutschland statt.

Im vergangenen Jahr fanden deutschlandweit über 1.800 Aktionen statt: Von Kleidertauschpartys und Baumpflanzaktionen über Handy-Sammel-Aktionen und Repair Cafés bis hin zu Energieberatungen und nachhaltigen Kantinen-Angeboten gab es zahlreiche Beispiele für ein nachhaltiges Engagement.

Einzige Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die eigene Aktion einen Bezug zu den globalen Nachhaltigkeitszielen hat. Interessierte finden auf der Webseite www.tatenfuermorgen.de zahlreiche Aktionsbeispiele und Leuchtturmprojekte zur Anregung. Auch Materialien zur Bewerbung der eigenen Aktion stehen zum Download bereit.

Der RNE bündelt alle Aktionen auf dem zentralen Portal www.tatenfuermorgen.de, damit das vielfältige Engagement für nachhaltige Entwicklung bundesweit öffentlich sichtbar wird und möglichst viele Menschen zum Nachdenken und Nachahmen anregt. Alle eingetragenen Aktionen sind auf einer Landkarte abgebildet. Angemeldete Nutzer*innen können Kontakt zu anderen Nutzer*innen aufnehmen, zum Beispiel um gemeinsame Aktionen zu planen oder Hilfe und Tipps zu erhalten. Aktionen können in diesem Jahr bis einschließlich 10. Juni teilnehmen.  

Mehr Informationen

Tipps und Informationen zum Eintragen von Aktionen finden sich unter: www.tatenfuermorgen.de

Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit



Bild: Sabine Kaufmann

BUND Fledermaushilfe Arnsberg

Sabine Kaufmann
Tel.: 0171 / 28 67 009

Wildkatzensichtungen

Bild: Thomas Stephan BUND

Birgit Jakubzik
Tel.: 0176 / 91 10 13 12
Email: Birgit.Jakubzik@bund.net

Wildkatzenbotschafterin und Sprecherin BUND-Arnsberg

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