Global Nachhaltige Kommune Arnsberg

Auf der UN-Vollversammlung im September 2015 wurden mit der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung erstmals global gültige Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals - SDGs) beschlossen. Kommunen bietet sich nun die Chance und zugleich die Herausforderung, ihre Visionen und konkreten Zielsetzungen für eine Nachhaltige Entwicklung mit den globalen Zielsetzungen in Einklang zu bringen. Eine „Global Nachhaltige Kommune“ leistet einen Beitrag für eine Umsetzung der globalen Entwicklungsagenda sowie einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklungspolitik, die soziale, ökonomische und ökologische Zielsetzungen miteinander verbindet und sektorübergreifendes Denken und Handeln befördert. Der Entwicklung des Projekts „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ gingen zwei Workshops voraus, in denen Vertreter aus Verwaltung, Zivilgesellschaft und Wissenschaft erste Ideen entwickelten für eine kommunale Umsetzung der SDGs.

Auch die Stadt Arnsberg hat an diesem Projekt teil genommen. In Zusammenarbeit mit städtischen und ehrenamtlichen Vertretern aus Forst, Bildung, Verkehr, Bauen, Umwelt, Klima, Politik, Eine Welt, Seniorenrat und Verbraucherberatung wurde in mehreren Sitzungen die Nachhaltigkeitsstrategie Arnsberg mit ihren Leitlinien und strategischen Zielen erarbeitet. Der Punkt Verkehr wurde in der Arbeitsgruppe nicht mit aufgeführt, da die Stadt im Voraus schon eine umfassende Strategie erarbeitet hat. Der BUND-Arnsberg hat in der Steuerungsgruppe GNK ebenfalls mitgewirkt.

Diese Ziele bis 2030 umgesetzt zu bekommen stellen alle Beteiligten und natürlich auch die arnsberger Bevölkerung vor eine große Herausforderung. Wir schaffen diese Ziele nur wenn wir alle unseren Beitrag leisten. Auf dass es nicht nur eine Vision bleibt sondern Wirklichkeit wird!

 

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Nachhaltigkeitsstrategie: Umsetzung muss ambitioniert und verbindlich sein

15. September 2016 | Nachhaltigkeit

BUND: Mit ihrer neuen Nachhaltigkeitsstrategie will die Bundesregierung die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) umsetzen – aktuell überarbeitet sie den vorliegenden Entwurf, der Kabinettsbeschluss steht für den Herbst an. Bisher wird der Entwurf dem Anspruch der SDG nicht gerecht. Warum es eine verbindliche und inhaltlich ambitionierte Strategie mit nachvollziehbaren Schritten zum Ausstieg aus der Kohle braucht sowie wirksame Maßnahmen zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Reduktion von Flächen- und Materialverbrauch, erläutert BUND-Nachhaltigkeitsexpertin Christine Wenzl.

Im Mai 2016 hat die Bundesregierung den Entwurf ihrer neuen Nachhaltigkeitsstrategie vorgelegt. Ziel ist es, die globalen Nachhaltigkeitsziele umzusetzen.

Entlang dieser 17 Ziele hat die Bundesregierung die neue Strategie auch gegliedert. Sie benennt Prioritäten, Indikatoren und geplante Maßnahmen – Ziele bis 2030 fehlen jedoch weitestgehend. Der Ansatz der neuen Strategie geht zwar in die richtige Richtung, wird aber dem umfassenden Anspruch der SDG nicht gerecht, Hunger und Armut zu beenden, Zugang zu bezahlbarer, moderner und nachhaltiger Energie für alle Menschen auf der Welt zu schaffen, nachhaltigen Konsum sicherzustellen – und vieles mehr.

Die Bundesregierung muss ihre Ziele daher im Hinblick auf 2030 deutlich schärfen sowie mit verbindlichen Zwischenschritten und wirksamen Maßnahmen unterlegen. Dafür sind eine profunde Analyse des bisher nicht Erreichten und konsequente Nachbesserungen erforderlich.

Nachhaltigkeit heißt: Wachstum muss Grenzen haben

Grundsätzlich gilt: Die langfristige Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen weltweit muss zur Basis für unsere soziale und wirtschaftliche Entwicklung werden. Auf lange Sicht werden wir insbesondere die Ziele, Hunger und Armut zu beenden, nur erreichen, wenn wir der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen oberste Priorität einräumen. In diesem Sinne muss die neue Nachhaltigkeitsstrategie den Grenzen des Wachstums durchgängig Rechnung tragen. Eine Politik, die sich für die Industrieländer weiterhin am Ziel des Wirtschaftswachstums orientiert, steht im Widerspruch zu den planetaren Grenzen, die in vielen Bereichen bereits überschritten sind.

Der BUND fordert die Bundesregierung auf, die folgenden Ziele in die Nachhaltigkeitsstrategie aufzunehmen, um der Dringlichkeit einer ökologischen und sozialen nachhaltigen Entwicklung gerecht zu werden:

  1. Fahrplan für den sozialverträglichen Ausstieg aus Kohle und fossilen Energien
  2. Verkehrswende umsetzen: Minus 40 Prozent CO2 im Verkehrssektor bis 2030 erreichen
  3. Täglichen Flächenverbrauch auf netto Null bis 2030 senken
  4. Agrarpolitik ökologisch und gerecht gestalten: 20 Prozent Ökolandbau bis 2030 erreichen
  5. Strategie für biologische Vielfalt ressortübergreifend umsetzen
  6. Ressourcenverbrauch pro Kopf ermitteln und absolut reduzieren
  7. Suffizienz als Leitmotiv in die Nachhaltigkeitsstrategie aufnehmen
  8. Unternehmensverantwortung verbindlich machen
  9. Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell und systematisch verankern

Mehr Informationen

Informationen und Rückfragen bei:
Christine Wenzl
BUND-Nachhaltigkeitsexpertin
Am Köllnischen Park 1
10179 Berlin
Tel. (030) 2 75 86-462
christine.wenzl(at)bund.net

 

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Bild: Sabine Kaufmann

BUND Fledermaushilfe Arnsberg

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Tel.: 0171 / 28 67 009

Wildkatzensichtungen

Bild: Thomas Stephan BUND

Birgit Jakubzik
Tel.: 0176 / 91 10 13 12
Email: Birgit.Jakubzik@bund.net

Wildkatzenbotschafterin und Sprecherin BUND-Arnsberg

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