A46/B7n verhindern

Artikel in der Westfalenpost - Naturlandschaft erhalten
Artikel in der Westfalenpost - Naturlandschaft erhalten

Auch der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) lehnt den Bau der A46/B7n ab.

Seit mittlerweile 50 Jahren finden Planungen zum Bau der A46 zwischen Hemer und der A445/A46 statt, bei denen je nach Trasse, auch ein Teil des Arnsberger Stadtgebietes betroffen ist. Aktuell ist der Untersuchungsraum auch auf die Arnsberger Stadtteile und Höfe südlich von Holzen, Retringen, Möhringen, Oelinghauser Heide, Dahlsen, Stiepel und Hüsten erweitert worden.

In Zeiten von Klimawandel und Artenschwund ist der Bau von Autobahnen aus unserer Sicht unsinnig und die dadurch bedingte Zerstörung von Flora und Fauna verantwortungslos. Hinzu kommt, dass der Bau der A46/B7n wichtige landwirtschaftliche (Bio-) Flächen und die wertvolle historische Klosterlandschaft Oelinghausen als Ort der Erholung und Wallfahrtsort unwiederbringlich zerstören würde.

Die scheue und seltene Wildkatze hat sich auch im ländlichen Bereich des Arnsberger Stadtgebietes wieder-angesiedelt. Bilder durch Wildkameras und ein Totfund vom 02.08.2018 auf einer Landstraße bei Menden- Asbeck, in der Nähe von Arnsberg-Holzen, bestätigen das. Diese Katze ist leider Opfer des Straßenverkehrs geworden.

 

Hier im ländlichen Bereich des Arnsberger Stadtgebietes sind außerdem noch viele weitere seltene Tier- und Pflanzenarten heimisch. Als Brutvögel z.B. der Eisvogel, Rotmilan, Wespenbussard, Neuntöter, Wachtelkönig, Schwarzstorch, alle Spechtarten, oder eine kleine Uferschwalben-Kolonie am Bieberbach … um nur einige zu nennen.

Auch seltene Wald- und Pflanzengesellschaften sind hier noch anzutreffen.

 

Der Untersuchungsbereich für die geplante Trasse beinhaltet alle Arten von Schutzgebieten.

Vom Landschaftsschutzgebiet der Typen A, B und C, bis hin zu Vogelschutzgebieten, FFH- und Natura 2000-Gebieten, die auf EU-Ebene geschützt sind.

 

Viele Landwirte haben mittlerweile auf Bio umgestellt, was die Artenvielfalt weiter fördert. Sie bauen hier hochwertige Lebensmittel an.

Das Kloster Oelinghausen als Wallfahrtsort, mit seiner historisch erhaltenen Kulturlandschaft als wertvoller Rückzugsort für Erholung und Gebet.

 

Das alles sind seltene Schätze, die es zu bewahren gilt und durch die A46/B7n unwiederbringlich zerstört würden.

Der Lückenschluss der A46/B7n ist nicht vereinbar mit dem geltenden Klimaschutzgesetz, verstößt gegen die Arnsberger Nachhaltigkeitsstrategie und ist auch ein Verstoß gegen die gesetzlich festgelegten Erhaltungsmaßnahmen der Schutzgebiete.

Artenschwund und Klimawandel zeigen immer deutlicher: Es wird Zeit für eine grundlegende Veränderung unserer Lebensweise. Das betrifft insbesondere auch den Bereich der Verkehrspolitik und Verkehrsplanung. Die jahrzehntelange einseitige Förderung des Straßenbaus und die dadurch bedingte Zunahme des Verkehrs tragen einen großen Teil zum Klimawandel bei.

Trotzdem halten Bund und Land auch 50 Jahre nach den ersten Planungen zum Bau der A46 von Hemer durch Menden bis nach Wickede/ Neheim an diesem ökologisch katastrophalen, verkehrspolitisch unsinnigen und wirtschaftspolitisch überflüssigen Projekt fest.

Dagegen wehren sich immer mehr Menschen.

Anstelle neuer Autobahnen und Fernstraßen zu bauen wie z. B. die A46/B7n, damit Steuergelder zu verschwenden und wertvolle Schutzgüter (Natur und Schutzgebiete, landwirtschaftliche Flächen, historische Klosterlandschaft) zu zerstören, sollten die Gelder dazu verwendet werden, um bestehende Straßen zu sanieren und Bus und Bahn besser auszubauen.

Mit noch mehr Straßen und Autobahnen wird der Verkehrskollaps nicht aufgehalten oder dezimiert. Ganz im Gegenteil ... das bringt noch mehr Verkehr und Abgase in selbst abgelegene Regionen.

 

 

Die A46/B7n ist unsinnig und bringt nicht die erhoffte Entlastung, die sich die Autobahnbefürworter wünschen.

 

 

Was wir brauchen, sind intelligente Verkehrskonzepte !

 

Für den Erhalt unserer wertvollen Landschaft und die seltene Artenvielfalt bei uns vor Ort.

 

Denn, ohne Erholungsgebiete für uns Menschen,

ohne landwirtschaftliche Flächen, ohne Natur und Umwelt

wird es langfristig auch keine Wirtschaft mehr geben ...

Mobilitätswende JETZT !

 

STOPP A46/B7n !

 

 

Presse:

Die Westfalenpost im Interview mit Verkehrsexperte Herrn Prof. Dr. Weyer: Lückenschluss ist Projekt der Vergangenheit

https://www.wp.de/staedte/arnsberg/verkehrsexperte-lueckenschluss-ist-projekt-der-vergangenheit...

Artikel in der Westfalenpost: 46sieben - So hat sich der Stadtrat entschieden

https://www.wp.de/staedte/arnsberg/46sieben-so-hat-sich-der-arnsberger-stadtrat-entschieden...

WDR - Arnsberger Rat stimmt gegen A46 Ausbau

https://www1.wdr.de/nachrichten/westfalen-lippe/a46-lueckenschluss-proteste-autobahn-demo-100.html

Umfrage in der Westfalenpost: Brauchen wir einen Lückenschluss?

https://www.wp.de/staedte/arnsberg/umfrage-brauchen-wir-einen-a46-lueckenschluss...

Artikel im Sauerlandkurier vom 02.04.2022:

https://wb.sauerlandkurier.de/webreader-v3/index.html#/13166/2

Zum Bild: Artikel in der Westfalenpost vom 12.01.2022:

https://www.wp.de/staedte/arnsberg/natur-erhalten-holzen-forciert-protest-gegen-a-46-b-7-id234298679.html

 

Siehe auch:

Podiumsdiskussion "Volksinitiative Artenvielfalt NRW" + Stopp A46/B7n

Die Bürgerinitiative Stopp A46/B7n Holzen / Oelinghauser Heide stellt sich vor

+++ Wir lassen uns die Zukunft nicht verplanen +++

Am Samstag, den 02.04.2022, hat die GigA in Menden gegen die weiteren Planungen der A46 demonstriert.

GigA46: Während Autobahn GmbH und Straßen.NRW zeitgleich in einem Workshop auf der Wilhelmshöhe nach Trassen für ein Projekt der Vergangenheit gesucht haben, gucken wir in die Zukunft: Für eine Verkehrswende mit mehr Bussen und Bahnen, mit mehr Platz für Fuß- und Radverkehr, mit weniger Autos bei einer sicheren, sauberen und bezahlbaren Mobilität für alle.

Für eine Region ohne Autobahn A46/B7n !

Wir und die BI Stopp A46/B7n Holzen / Oelinghauser Heide haben mit vielen anderen an der Kundgebung und Demo in Menden teil genommen.

Bilder:
GigA46 Gruppeninitiative A46, Bernhard Padberg, Martina Müller



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